Logic Studio mit Logic Pro 8 und MainStage

Ich saß gerade am Testen mit Logic Express und GarageBand als uns eine Apple-Pressemitteilung ins Haus flatterte: „Apple stellt Logic Studio vor. Bedeutendes Upgrade von Logic Pro und jetzt neu mit MainStage“.  Etwas vorweg: Logic Pro 7 kostet(e) noch 1069,- Euro, Logic Studio nur noch 479,-. Huch! Abgespeckt oder ein noch rasanterer Preissturz als beim iPhone? Ein geringer Trost für alle die Logic Pro seit dem 1. August gekauft haben ist, dass sie Logic Studio für 10 Euro Versandgebühr erhalten. Von Abgespeckt kann zumindest der Pressemitteilung nach keine Rede sein ganz im Gegenteil.
Aber zurück zur Überschrift der Pressemitteilung: Was bitte ist MainStage? Mit Logic Pro kann zumindest die Zielgruppe etwas anfangen. Aber MainStage? 

„MainStage verwandelt den Mac in ein leistungsfähiges Rig. Egal ob man damit Musik zu Hause macht, es in einer Probensituation verwendet, oder vor Publikum spielt: MainStage erzeugt einen verlässlichen, konsistenten Klang. Bildschirmbedienelemente koppeln die Software-Plug-Ins mit den Hardware-Drehreglern, -Fadern und -Knöpfen, so dass Musiker einen Liveauftritt auch weiterhin mit ihrer gewohnten Lieblingsausrüstung bestreiten können. Eine leicht lesbare, interaktive Anzeige, die speziell dafür entworfen wurde auch über größere Distanzen bei schummerigen Licht erkennbar zu sein, zeigt exakt die Informationen an, die man auf der Bühne benötigt. Professionelle Vorlagen erleichtern das Set-Up, wodurch die Musiker mehr Zeit erhalten ihren eigenen, einzigartigen Sound zu erkunden und zu kreieren.“
Okay, das klingt so als hätte man sich bei Emagic Apple Gedanken um die heutige Live-Situation gemacht. Ich bin gepsannt auf die Reaktionen.

Was ist neu an Logic Pro? So ziemlich alles. Zumindest die Oberfläche. Der Hobby-Musiker kennt es von GarageBand, alles in einer Oberfläche. Keine unzähligen Fenster mehr. Auf den ersten Blick wirkt die Präsentation bei Apple sehr gut, ob sich das allerdings in der Praxis ohne Riesen-Monitore auch bewährt? Wer Logic Pro kauft, hat in der Regel auch größere Projekte am Laufen, die Platz benötigen. Allerdings macht man sich mit diversene Fenstern auch gerne mal die Übersicht kaputt.
„Logic Pro 8, jetzt mit einem intuitiven Ein-Fenster-Interface für sofortigen Zugriff auf die leistungsstarken Musikkreations- und Produktionsfunktionen, darunter ‘snap-to-transient’ Auswahl sowie samplegenaues Editieren direkt im Arrangierfenster. Neue Audioproduktionswerkzeuge wie zum Beispiel ‘Quick Swipe Comping’ und die dynamische Erstellung von Kanalzügen beschleunigen das Erledigen alltäglicher Aufgaben. Logic Pro 8 bietet zudem die Möglichkeit zur durchgehenden Surround-Produktion, durch innovative Surround Panning-Regler, Mehrkanal-Spuren und -Busse und die Unterstützung realer Surround-Software-Instrumente und -Effekte.“

Was kann Logic Studio sonst noch?
„Logic Studio enthält Logic Pro 8, ein bedeutendes Upgrade, das ein intuitives neues Interface mit Logics renommierter Klangqualität und festem Timing kombiniert. Mit MainStage bietet Logic Studio eine innovative neue Anwendung für Live Auftritte, die den Mac in ein leistungsstarkes Live-Rig verwandelt. Logic Studio beinhaltet zudem Apples professionelle Audio Post-Production-Software Soundtrack Pro 2. Desweiteren umfasst die Suite Studio Instruments, bestehend aus 40 hochqualitativen Instrumenten; Studio Effects, mit 80 professionellen Effekt-Plug-Ins; eine gewaltige Bibliothek mit Studiosounds und eine umfangreiche Zusammenstellung von Produktionsprogrammen.“

Das alles für nur 479,- Euro alle Achtung. Logic Studio 8 ist ab sofort im Apple Store erhältlich. Ein Upgrade von Logic Pro oder Logic Platinum/Gold 5 oder 6 kostet 199- Euro.
Logic Express wird ebenfalls auf die Version 8 aktualisiert. In der Pressemitteilung wird darüber kein Wort verloren, aber im Apple-Store erfährt man, dass Logic Express jetzt 199 ,- Euro kostet. Auch 100 Euro weniger als bisher. Ein Upgrade kostet hier 99 Euro.

Ich persönlich könnte Logic Studio genau jetzt gebrauchen, kann es mir aber nicht leisten. Interessieren würde es mich brennend, auch wenn ich die ganzen Möglichkeiten überhaupt nicht nutzen könnte. Aber der Reiz ist da. Nur meine persönliche Meinung, von jemandem, der zwar mal mit Logic gearbeitet hat, aber es heutzutage leider gar nicht mehr ausnutzen kann.

Fehlen noch die Systemvoraussetzungen, die auch gewachsen sind. Man benötigt nun mindestens einen G4 mit 1,25 GHz, empfohlen wird jedoch ein G5 oder Intel-Mac um auch wirklich den vollen Umfang ausschöpfen zu können.

Geschrieben von am 12.09 - 06:59 PM
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