Vorbereitung für Leopard

Wenn morgen Abend ab 18 Uhr die ersten Kunden stolz mit ihrem neuen Mac-Betriebssystem nach Hause gehen, wird es für die meisten wohl eine lange Nacht geben. Denn wer sich Leopard gleich am ersten Tag kauft, der will es auch ausprobieren. Doch halt! Nicht mal eben einfach so vor lauter Aufregung drauflos installieren. Ein wenig mehr Vorsicht sollte man hierbei unbedingt walten lassen.

Es ist immer wieder das gleiche. Die Neugier siegt und schwupps - da hat man sich das neue System mal eben testweise über das alte drübergebügelt. Wird schon nichts passieren. Wann war nochmal das letzte Backup? Theroetisch soll das ja alles gutgehen, mit dem Update beim Installieren. Praktisch geht es aber doch manchmal schief, und die eine oder andere Information verloren. Gerade weil Leopard mal wieder so viel Neues bietet, empfiehlt es sich unbedingt vorher ein Backup anzufertigen. Was braucht man dazu?

Zunächst eine Festplatte mit ausreichend Platz. Die meisten Dateien lassen sich einfach so kopieren, mit den Benutzerdaten sieht das jedoch schon ganz anders aus. Hier empfehlen sich Utilities wie zum Beispiel der Carbon Copy Cloner oder auch SuperDuper, um mal zwei kostengünstige Varianten zu nennen. Man sollte sich die externe Festplatte gleich als Startvolume einrichten (bei Intel-Macs kann das eine UB-2.0 Platte sein, PPC-Macs brauchen dafür besser FireWire). Das erfordert ein wenig Beschäftigung mit den Tools, lohnt sich aber in jedem Fall. Nachdem das Ganze durchgelaufen ist, sollte man sicherheitshalber nochmal überprüfen, ob der Mac auch wirklich von der Festplatte starten kann und ob alles so aussieht, wie beim Original.

Wer sich diese Vorarbeit geleistet hat, kann nun entweder Leopard direkt über sein bisheriges System installieren oder die Gelegenheit nutzen, mal wieder aufzuräumen. Also, das Backup hat man ja, Mac-Festplatte mit dem Festplatten-Dienstprogramm neu initialisieren und bei Null anfangen. Bei der Installation von Mac OS X v10.5 empfiehlt es sich in jedem Fall nicht die Standard-Installation zu wählen. Diese enthält für viele einfach zu vieles, was man nicht benötigt, was aber Platz auf der Festplatte frißt. Also lieber die manuelle Installation wählen und zum Beispiel bei Sprachen und Druckertreibern nur das auswählen, was man auch aktuell benötigt. Mit Finnisch und Japanisch kann nicht jeder was anfangen, wer einen Canon Drucker hat, braucht in der Regel keine HP-Treiber.

Sicher, ein voriges Backup und eine komplette Neu-Installation erfordern Zeit und Geduld und beides hat man meist nicht, wenn der so sehnsüchtig erwartete Tiger Leopard endlich bei einem zu Hause angekommen ist. Letztendlich ist es aber sinnvoller, sich die Arbeit zu machen, als hinterher Krokodilstränen zu weinen, weil doch irgendetwas schief gegangen ist. Und der Leopard kommt erst morgen, das Backup kann man ja schon heute machen :-)

Geschrieben von am 25.10 - 12:20 PM
Posted by  on  10/25  at  02:15 PM
Posted by  on  10/25  at  04:13 PM
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