Montag, 11. Juni 2012

Gedanken zu iOS 6

Abgesehen von der neuen Hardware fand ich die die Vorstellung von iOS 6 eigentlich am interessantesten. Da sind endlich Features dabei, die ich bisher schmerzlich vermisst habe. So zum Beispiel die „Do not disturb“-Funktion. So kann ich dem iPhone also sagen, dass ich beim Betreten eines bestimmten Ortes keine Anrufe entgegen nehmen will. Das klappt mittels Geofencing.  Ich kann einen Anruf mittels SMS beantworten, zum Beispiel wenn ich in einer Besprechung bin. Oder mich später erinnern lassen. Ich kann aber auch einen Zeitraum eingeben. Solch ein Feature hatten meine alten Sony Ericsson in abgespeckter Form schon lange, realisiert über die Profile. Ich kann aber auch festlegen, dass bestimmte Personen mich immer anrufen können. Für mich eines der besten Features in iOS 6. Habe ich, wie gesagt, schmerzlich vermisst.

Apple verwendet nun auch eigenes Kartenmaterial zur Navigation und bietet dazu eine lokale Suche und Verkehrsinformationen. Wie weit das in Europa funktionieren wird, wird sich zeigen.  Natürlich beherrscht Maps auch Turn-by-Turn und Rerouting, falls es zu Verkehrsstörungen auf der Strecke kommt. Jedenfalls scheißt Apple damit Google, Navigon und TomTom mächtig vor den Koffer. Siri wird als Sprachausgabe verwendet, wenn ich das richtig verstanden habe und ich kann auch unterwegs fragen, wo die nächste Tanke ist. Oder „Siri, wann sind wir endlich da?“. Interessant hierbei ist, das zahlreiche Autohersteller in den nächsten 12 Monaten einen Siri-Knopf anbieten wollen, so dass man das iPhone direkt vom Lenkrad aus bedienen kann und die Finger vom Telefon lassen kann. Klasse. Nur brauche ich jetzt auch neben einem neuen iPhone auch ein neues Auto. Flyover, das 3D-Modelle von Städten anzeigen kann ist ein nettes Feature, haut mich aber auch nicht so von den Socken. Auch wenn es recht klasse sein soll, wenn man den Berichten von der WWDC glaubt.

Was im technisch etwas rückständigen Deutschland wohl leider wohl kaum funktionieren wird, ist Passbook. Hier kann man zum Beispiel Tickets oder QR-Codes, die man bei Bedarf vorzeigen kann. Ich meine, wie geil ist das denn? Ich muss mir kein Ticket mehr ausdrucken, wenn ich sie online ordere, sondern bekomme einfach einen QR-Code und habe ihn, zack, im Passbook und kann es nicht vergessen. Und wenn ich das richtig verstanden habe, ist das bei Flugtickets sogar so, dass mich die App informiert, wenn sich das Gate ändert. 

Das sind für mich so die Highlights in iOS 6. Das ich jetzt im Safari Bilder hochladen kann, ist für mich eher so eine Option, die ich bisher eh nicht vermisst habe. Bei Twitpic habe ich die Bilder halt mit Mail hochgeladen. Ob ich nun fix die Mail schreibe, oder mich erst mal einlogge und dann das Bild hochlade, ich glaube, ich werde da bei der herkömmlichen Methode bleiben.

Das VIP-Feature in Mail ist ganz okay, aber da ich eh mehrere Accounts verwende, ist für mich diese Option obsolet. Den Newsletter-Account habe ich gar nicht integriert. So landen eh nur die wichtigen/interessanten Mails auf dem iPhone. Für manche mag das Feature aber durchaus interessant sein.

Facetime ist nun auch über UMTS möglich. Gut für die, die einen entsprechend dicken Vertrag haben. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, kann ich Facetime-Calls auch auf dem Mac annehmen. Das allerdings ist interessant. Auch wenn Facetime bisher hier keine Rolle spielte.

Siri hat einige neue Features bekommen. Die beziehen sich bisher aber auf die USA und sind somit erst einmal uninteressant für mich. Was mich sehr stört, ist die Facebook-Integration. Das ist zwar Opt-in, aber ein seltsames Gefühl hinterlässt es dennoch bei mir. Ich fürchte noch mehr Müll in meiner Facebook-Timeline. Alles und jedes kann nun Facebook mitteilen, was ich gerade mache oder spiele. Facebook-Kontakte lassen sich in das Adressbuch integrieren. 

Fazit:
Es gibt einige Features, die ich bisher vermisst habe. Es gibt Features, die ich nicht vermisst habe und auch nicht brauche. Was ich sehr positiv finde, das Apple auch noch das iPhone 3GS unterstützen wird, da ich damit gerechnet habe, das mit iOS 6 das iPhone 3GS, ähnliche wie mein 3G mit iOS 5 als „End of Life“ gebrandmarkt wird. Ich bin sehr gespannt auf das iOS 6, auch wenn ich das erst mit dem neuen iPhone, das dieses Jahr hoffentlich noch erscheinen wird, bekommen werde. Die Mitautorin dürfte auf ihrem iPad 3 eher in den Genuss kommen. 

von olaf am 11.06.12 - 08:10 PM
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