Dienstag, 15. Januar 2008
Keynote Gedanken (Updatechen)
Ich habe die Keynote kaum mitverfolgt. Heute Abend fiel mir die Aufgabe des Wirbelwind-Entertainens zu. Das hieß basteln, Lego bauen, vorlesen, ins-Bett-bringen. Was mir bei der Keynote spontan fehlte, waren die aufgeregten Kommentare aus Richtung Schreibtisch, wo die andere Apfelwelten-Hälfte brav die Nachrichten verfolgte und mittickerte. Es war erstaunlich ruhig. Eigentlich gab es ja auch kaum etwas wirklich Spektakuläres. So richtig hatte am MacBook Air keiner mehr gezweifelt. Das Spannende daran war letztendlich, wie es denn nun aussehen würde und wie die Ausstattung sein könnte. Gut, das ultradünne MacBook hat natürlich seinen Reiz, keine Frage, ich will es live sehen. So dünn, so leicht, sehr reizvoll. Steve Jobs Kommentar in Sachen fehlendem optischen Laufwerk kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich habe schon länger CDs, ich kaufe meine Musik nach wie vor kaum über iTunes, auch Filme gibt es nur in den USA über iTunes. Und nicht jeder, nein eher wenige Mac User verfügen über mehrere eigene Macs, von denen sie das optische Laufwerk mal eben so mitbenutzen können. Es soll ja noch Leute geben, die nur einen Mac ihr eigen nennen. Oder die sich vielleicht mit dem MacBook Air sogar ihren ersten Mac zulegen. Gut, mit dem Laufwerk wäre ultradünn nicht machbar gewesen, und ich erinnere mich auch noch daran, wie groß der Aufschrei war, als Apple als erster Hersteller auf ein Disketten-Laufwerk verzichtete. Das vermißt heute auch kein Mensch mehr.
80 GB Festplatte ist okay, die Option 64GB Flash-Drive auch. Da steigt der Preis dann allerdings ins Unermeßliche. Kostet das kleine MacBook Air mit 1,6 GHz schon knappe 1700 Euro, so muß man für das Große für 1,8 GHz und SSD Festplatte schon an die 2800 Euro hinlegen. Ein stolzer Preis, bei sonst gleicher Ausstattung.
Auch auf Seiten der Anschlüsse muß der Käufer ziemlich anspruchslos sein und sich zum Beispiel mit einem USB 2.0 Port begnügen. Ein einziger. Tja, da will man eine Maus anschließen, die eventuell noch einen Port benötigt, sowas gibt es ja vereinzelt noch auf dieser Welt, dann möchte man das extern dazu gekaufte SuperDrive anschließen und was nun? So als Beispiel. Kein Ethernet, man muß drahtlos online gehen können, kein FireWire, aber wenigstens Bluetooth. Da fordert auch wieder das ultradünn die Kompromisse. Das heißt, das kleine MacBook Air kostet bei letzendlich weitaus schlechterer Ausstattung nur 200 Euro weniger als das kleinste MacBook Pro und 200 Euro mehr als das schwarze MacBook. Da muß man sich schon zweimal überlegen, was einem das Format wert ist.
UPDATE am nächsten Morgen: Erwähnte ich dass das MacBook Air natürlich ein Highlight ist? Dass es mal wieder eine kleine Revolution aus dem Hause Apple ist? SO dünn, so leicht, so viel Akku-Laufzeit, LED-Bildschirm… Das Problem ist vielleicht, dass die Begeisterung nicht ganz so rüberschwappt, weil man es von Apple ja mittlerweile gewohnt ist, dass es solche Highlights gibt.
Der Akku ist übrigens fest verbaut, kann nicht einfach so ausgetauscht werden.
