Samstag, 17. März 2012

Allererste Eindrücke vom neuen iPad

Gestern Abend war ich neugierig. Ich ging zum Wiesbadener Compustore, in der festen Überzeugung, dass die niemals nicht mehr ein neues iPad da haben. Außer hoffentlich einem zum Angucken. Ich wollte wissen, ob das Retina Display wirklich die Mehr-Ausgabe von 80 Euro gegenüber dem iPad 2 wert sein könnte. Im Hinterkopf noch die Frage, ob der neuere A5X Prozessor nicht das stärkere Argument pro namenlosen iPad gegenüber dem Vorgänger-Modell sein könnte. Damit es etwas länger von Apple unterstützt wird. Die ersten Testberichte (z.b. vom heise)hatte ich natürlich gelesen, sie lieferten kein grundlegendes Argument, das neue iPad dem iPad 2 vorzuziehen.

Ich ging also rein, eroberte mir einen Platz gegen drei gackernde Mädchen und dachte ich guck nicht richtig. Oder eben genau das Gegenteil. Meine Augen waren vom Tag am Standard-PC-Monitor gequält, aber auf dem Display vom iPad war plötzlich alles unglaublich scharf, keine Seh-Probleme mehr. Ich war schlicht gesagt: beeindruckt. Dann stellte ich einem Mitarbeiter die falsche Frage: „Ist aber keins mehr da, oder?“ „Doch, noch ein paar mehr.“ Ups. Das hatte ich nicht einkalkuliert. Ich wollte nur gucken. Jetzt war ich in Verlegenheit. Wenn, wollte ich doch nur ein iPad 2. Weil billiger. Und jetzt?
Es kam, wie es kommen mußte: Das neue iPad landete in der kleinsten Ausstattungsvariante mit 16 GB ohne 3G in einer Tüte, die Tüte in meiner Hand.

Zu Hause auspacken. Auf die Auspackzeremonie hatte ich mal keine Lust (ich war zu ungeduldig). Also keine Fotos davon. Dann: Staunen ernten. Was für ein Display! 

Ich bin ja komplett iOS unerfahren, mußte mich also erstmal zurecht finden. Was ist überhaupt schon drauf, wie richte ich mich ein und überhaupt. Apple-typisch beschränkt sich die Bedienungsanleitung auf ein Zettelchen mit dem Hinweis auf die Internetseite. Fragt sich, wie jemand komplett ohne Ahnung da überhaupt hinkommen soll, wenn sich das Netzwerk nicht automatisch findet. Dennoch: Ich wußte schnell wo ich war, wie ich was einrichte usw.
Die ersten Eindrücke
sind gut. Klar, das Retina Display beeinflußt das Urteil auf jeden Fall erstmal. Die Augen sind wirklich dankbar dafür. Ich brauche es auch bei weitem nicht auf höchster Helligkeitsstufe, das spart (hoffentlich) Akku. Einen Vergleich zum iPad2 kann ich nicht antreten, ich kenne keines. Das iPad 1 werde ich sicher bei meine Vater zum Vergleich heranziehen.

Ich finde mich schnell zurecht, der App-Store ist wie erwartet nicht komfortabler das der Mac App Store. Das ärgert mich, weil eine brauchbare Suche irgendwie nicht geht. Ich würde zum Beispiel gerne nur nach Bildungs Apps für die Grundschule auf Deutsch suchen. Aber nein, ich muß mich durch unendlich viele, für uns nutzlose englische durchquälen. Nein, mit dem App Store kann ich mich nicht wirklich anfreunden.
Dennoch habe ich die ersten Dinge gefunden und probiere aus.

Die ersten Stunden
Das iPad war zu 95% geladen, noch hält es durch. Es hat jetzt noch 69% Ladung, mußte bisher ca. 4 Stunden arbeiten mit Einrichten, Safari, App-Store und ersten App-Tests. Bei den Apps waren aber bisher noch keine Stromfresser dabei. Eine erste Synchronisation mit iTunes vom Mac Book hat das iPad auch hinter sich. Als iPod Besitzer war mir das vertraut, allerdings muß ich noch genau auswählen, was ich zum iPad übertragen möchte. Da das Budget nur für das 16 GB iPad reichte, muß ich sparsam mit dem Platz umgehen.

Klang
Ich habe es gewagt, Musik abzuspielen. Nur mit dem iPad Lautsprecher. Dafür gibt es nur ein Wort: Grausam. Es scheppert, ich habe keien Minute für ein genaueres Urteil durchgehalten. Brauchbar für App Sounds vielleicht, aber für mehr? Ein klares Nein. Ich hatte ja nicht mit dem tontechnischen Superklang gerechnet. Aber das? Für meinen Geschmack eindeutig unter Apple-Niveau. An ein YouTube Video habe ich mich gar nicht erst rangetraut.

Das sind jetzt wirklich die allerersten, subjektiven Eindrücke, viel gemacht habe ich noch nicht, erstmal stand das Einrichten der wichtigsten Funktionen und Apps im Vordergrund. Töchterchen hat das iPad natürlich auch schon ausprobiert und es ist immer wieder faszinierend, wie Kinder so intuitiv damit umgehen können. Fotos reiche ich nach, derzeit ist erstmal meine Mama-Funktion gefragt.

von anja am 17.03.12 - 09:26 AM
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