Sonntag, 05. Dezember 2010

Rezension - J.D. Biersdorfer: iPad: Das Missing Manual

Das Missing Manual für das iPad umfaßt fast 300 Seiten reinen Inhalt. Es ist aufgeteilt in 18 Kapitel inklusive Anhänge zu Einstellungen und Fehlerbehebung.

Ich staune, dass man überhaupt soviel zum iPad schreiben kann, ist es doch relativ intuitiv zu nutzen. Wenn man bedenkt, dass Apples dem iPad beiliegende “Bedienungsanleitung” lediglich aus einem Zettel mit dem Hinweis: “Schließen Sie Ihr iPad an ihren Computer an” besteht, ist es aber vielleicht auch notwendig, dass man etwas mehr gedrucktes in der Hand hält…

Beim Aufschlagen fällt mir als erstes auf, dass das Buch eher einem Magazin gleicht. Reinweiße, glänzende, zeitschriftendünne Seiten, viele Fotos und Screenshots. Ich empfinde das als eher ungünstig, die glänzende Oberfläche der Seiten führt gerne zu Lichtspiegelungen.

Um das Fazit vorwegzunehmen: Der Senior der Familie ist als einziger Besitzer eines iPads und natürlich haben wir ihn um seine Meinung gebeten.

Er sagt: Das iPad ist ja eigentlich ziemlich selbsterklärend, findet das Missing Manual aber dennoch klasse. Es liest sich gut und viele der Sachen, die beschrieben werden hätte er nie und nimmer gefunden. Außerdem ist es manchmal eben doch einfacher, mal schnell nachzulesen, als selber rauszufinden. Es ist praxisnah, jeder kann es verstehen (sagt der Rentner, der aber selber jede Menge Sachverstand mitbringt) und es erleichtert manches im Alltag mit dem iPad. So zum Beispiel kommt man als Neuling nicht unbedingt direkt darauf, wie man eine App wieder löschen kann.

Einziger Nachteil: Mittlerweile ist iOS 4.2 rausgekommen, das iPad Missing Manual ist noch über die Vorversion des Systems. Aber das ist heutzutage ja das Leid vieler Fachbücher: Kaum erschienen, schon „veraltet“.

Zum Inhalt:

Es liest sich gut, das iPod Missing Manual. Aber das erwarte ich mittlerweile bei dieser Reihe aus dem O’Reilly Verlag. Los geht es mit einem Überblick, den sich aber ein Besitzer des iPads schon lange verschafft hat. Liest man das Buch direkt, bringt es einem sicher manche Vorteile bei der Bedienung (Kapitel 2), die Gesten und auch Tastaturkürzel zum Beispiel sind für “normal”-Computer-Nutzer ja doch erstmal ungewohnt und auch unbekannt.

Kapitel 3 beginnt mit der Frage nach WiFi oder 3G. Das ist kurz gefaßt, auch die Auoren gehen davon aus, dass man sein iPad bereits vor sich hat. Damit ist die Kaufentscheidung bereits gefällt. Danach werden die verschiedenen Möglichkeiten mit dem iPad online zu gehen (je nach Modell) gut erläutert.

Danach geht es um Internet und e-Mail. Wie einrichten, wie nutzen? Gerade die Einrichtung macht sicher manchem noch zu schaffen. Ist doch nicht jeder iPad Nutzer unbedingt der Computer-Freak, der sich damit auskennt. Es soll ja auch viele Senioren geben, deren Kinder Ihnen das iPad schmackhaft machen und die sich selber näher damit auseinandersetzen wollen.

Im 6. Kapitel geht um die Apps, die bereits installiert sind. Wie nutze ich sie, was kann ich damit überhaupt machen? Dabei gibt es z.B. auch Erklärungen, wie man sein iPad Kalender und Kontaktel mit Outlook oder Entourage zur Kommunkation nötigen kann. Soll ja sogar Mac-User geben, die Microsoft Programme nutzen. YouTube, Google Maps und Co werden ebenfalls erläutert und wie man mit dem iPad seine Routenplanung macht, bekommt man kurz, einfach und präzise erklärt. Da dürfte eigentlich nichts mehr den falschen Weg gehen.

Woher man neue Apps bekommt, darum geht es dann im nächsten Kapitel. Auch wie man sie wieder los wird. Ich erinnere mich, dass wir da etwas rumgesucht haben, bis wir auf die simple Lösung kamen (ich persönlich finde es ja etwas zu einfach, Apps versehentlich zu löschen).

Was macht man mit den Apps, wie geht man mit Ihnen um. Nach Kapitel 7 weiß es jeder. Ganz sicher. Auch iBooks bekommt ein ganzes Kapitel, man merkt, dass es sich im Original um ein amerikanisches Buch handelt, hier zu Lande ist iBooks ja noch eher stiefmütterlich zu nutzen.

Kapitel 9 geht um Spiele. Klar, das iPad ist prima zum Spielen. Für groß und klein, da dürfen die Spiele nicht unter die Rubrik Apps fallen, sondern verdienen ihren eigenen Abschnitt. Allerdings gönnt man diesem Kapitel nur 6 Seiten, es ist neben MobileMe das kürzeste im ganzen Missing Manual.

Andererseits – Was gibt es zum Spielen groß zu sagen.

Weiter geht es mit iWork. Für’s iPad gibt es das in einer speziell angepaßten Version, so dass man mit dem iPad auch Büroarbeiten verrichten könnte. Das Kapitel 10 ist umfassend und das is sicher gut so, für die, die in iWork investieren.

iTunes kommt erst in Kapitel 11 und 12 dran. Zuerst geht es darum, wie man seine Files mit iTunes verwaltet. So ganz einfach ist das ja nicht immer. Wie synct man seine Musik, Videos etc.? Was ist das überhaupt?

Das ebenfalls umfassende Kapitel 12 widmet sich dann den Feinheiten, zunächst wie man zum Beispiel das Aussehen des iTunes Fensters ändert. Es geht aber auch viel weiter in die Tiefe, da gibt es sicher viel zu entdecken und für seine Bedürfnisse zu optimieren.

Kapitel 14, 15 und 16 drehen sich um Musik, Audio, Videos und Fotos. Wie bekommt man die eigentlich überhaupt auf das iPad? Wie spielt man sie ab? Etwas irritierend, dass das vom Inhaltsverzeichnis her erst so spät erscheint. Aber wahrscheinlich geht es für iPad User erst mal an die Apps? Außerdem gibt es ja das Inhaltsverzeichnis, das einen unabhängig von einem Kapitel zum anderen leiten kann.

Im letzten „richtigen“ Kapitel dreht sich alles um Mobile Me. Dazu gibt es auch nur für fünf Seiten was zu sagen

Im Anhang geht es schließlich noch um die iPad Einstellungen und natürlich fehlt auch das Troubleshooting Kapitel nicht.

Das zum Inhalt, das Fazit steht ja schon oben

Das iPad Missing Manual ist im O’Reilly Verlag erschienen und kostet 19,90 Euro

von anja am 05.12.10 - 10:29 PM
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