Mittwoch, 10. März 2004

Willkommen in Absurdistan, eine Geschichte von Namen und Logos

Das sich der Spiegel mit h?mischen Vergn?gen auf Apples neuesten Rechtsstreit st?rzt, mag kaum noch jemanden verwundern, scheint es beim Spiegel ja zumindest in der Online-Ausgabe eine gewisse Apple-Antipathie zu geben. Aber auch das eher wertneutrale Manager-Magazin widmet sich dieser kuriosen Geschichte. Da gibt es in China einen Hersteller von Textil- und Lederwaren, der sich Guangdong Apples Industrial Co. Ltd. nennt und ein weinrotes, nicht angebissenes Logo in Form eines Apfels verwendet. Der des Hardware-Herstellers ist bekanntlich angebissen und kommt eher in silber bis grau daher. Selbst auf dem ersten Blick besteht da keine wirkliche Verwechslungsgefahr.

Apple hatte bereits Mitte 2003 beim Komitee f?r die Begutachtung von Markenrechten der Staatlichen Chinesischen Beh?rde f?r Industrie und Handel in Peking den Antrag gestellt, das Apple-Apfel-Logo f?r Textilien in China zu registrieren. F?r den Computerbereich hatte Apple im Mai 2003 eine entsprechende Zulassung erhalten. F?r Bekleidung blieb sie dem Computerkonzern allerdings verwehrt. Begr?ndung: Guangdong Apples war zuerst da und lie? sich seinen Apfel bereits 1998 sch?tzen.

Gegen genau diese Entscheidung hat Apple nun eine Klage eingereicht, da man angeblich die ?lteren Rechte habe und einen hohen Bekanntheitsgrad habe. Das Komitee verweist weiter darauf, dass Computer und Ledert?schchen wenig miteinander zu tun haben. Zudem habe Apple nicht schl?ssig darlegen k?nnen, dass der Konzern eine nennenswerte Marktposition im Textilbereich inne habe.

Mich erinnert das Ganze so ein wenig an einen deutschen Monopolisten, der sich die Farbe Magenta hat sch?tzen lassen und immer noch ernsthafte Bestrebungen hat, sich einen bestimmten Buchstaben seines Namens ebenfalls sch?tzen zu lassen. Wie hie? diese Firma nur noch? Telekom? Tele-Com? T-Com? T-Beutel? T-Dings?

von olaf am 10.03.04 - 05:37 PM
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